Ein erster leiser Schritt nach draußen

ief parsch

Heute habe ich etwas gemacht, das für viele vielleicht klein wirk!t – für mich jedoch ein echter Schritt war.
Ich habe ein Video aufgenommen, einfach so, ohne großes Setup und ohne Perfektion. Nur ich, meine Stimme und ein Raum, der sich langsam nach außen öffnet.

Schon lange trage ich den Wunsch in mir, das, was im WiR geschieht, nicht nur in Texten oder Begegnungen erfahrbar zu machen, sondern es auch sichtbar werden zu lassen. Nicht als Bühne oder Inszenierung, sondern als leise Erweiterung von etwas, das längst da ist.

Und gleichzeitig kenne ich mich gut genug, um zu wissen, dass Sichtbarwerden für mich kein leichter Weg ist. Ich schreibe leichter, als ich spreche, und ich halte Räume leichter, als dass ich mich selbst in den Raum stelle. Vielleicht war es gerade deshalb an der Zeit.

Das Video ist kein „Content“, sondern eher ein vorsichtiges Hinaustreten, ein erstes Öffnen und ein Versuch, Worte hörbar zu machen, die sonst zwischen den Zeilen bleiben.

Ich habe nicht versucht, besonders sicher zu wirken, nicht besonders professionell und auch nicht besonders irgendetwas. Ich habe einfach gesprochen und war dabei allein im Raum.

Und während ich gesprochen habe, wurde mir etwas klar: Es muss nicht perfekt sein, um wahr zu sein, und es muss nicht glatt sein, um zu berühren. Vielleicht liegt gerade in den kleinen Unsicherheiten etwas Echtes.

WiR war nie als Marke gedacht. WiR ist gewachsen – aus Begegnungen, aus Stille und aus dem Bedürfnis, Räume zu halten, in denen Menschen sich nicht erklären müssen.

Dieses Video ist nun ein weiterer Ausdruck davon, ein anderer Zugang, vielleicht eine neue Tür. Nicht laut und nicht strategisch, eher wie ein Fenster, das angelehnt wird.

Vielleicht schauen ein paar Menschen hinein, vielleicht bleibt es still – beides ist in Ordnung. Denn am Ende ging es nicht darum, gesehen zu werden, sondern darum, ehrlich zu bleiben.

Und vielleicht beginnt Sichtbarkeit manchmal genau dort: nicht im Mut zur Größe, sondern im Mut zur Echtheit.

Wer mag, kann hier hineinschauen:
https://youtu.be/zpxrTrAe21M

Und wenn du es ansiehst, dann nicht, um etwas zu erwarten, sondern vielleicht einfach als kleinen Moment zum Innehalten.